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Alcatraz – Ein Synonym für Abschreckung Von Ingo Becker-Kavan
Spricht man von Gefängnisinseln, dann kommt einem sofort Alcatraz in den Sinn. Und tatsächlich gibt es kaum einen Ort auf der Welt, der so nahe an der schönen Stadt San Francisco gelegen, erbarmungsloser mit seinen »Bewohnern« umging. Der Felsen Alcatraz war für die Indianer Nordamerikas ein Wohnplatz für böse Geister. wo Menschen nicht leben konnten. Nichts Gutes könne hier jemals für den Menschen entstehen, behaupteten sie. In der Tat bestand zwischen Mensch und Natur auf Alcatraz niemals ein gutes Verhältnis. Der Felsen von Alcatraz war ein Leuchtfeuer, eine Festung und fast jede Art von Gefängnis.
Doch richtig bekannt wurde die Insel erst als Bundeshaftanstalt, als Endstation für die gefährlichsten Kriminellen, als Ort größter Isolation und Synonym für Abschreckung mit dem die Namen der bekanntesten Verbrecher der amerikanischen Kriminalgeschichte verbunden sind. Zu ihnen gehörten Al Capone, der »Gangsterkönig« und Robert Stroud, der »Vogelmann.« Idyllisch gelegen in der Bucht von San Francisco in unmittelbarer Nähe des »Goldenen Tors«, ist »The Rock« Alcatraz heute eine Touristenattraktion, die von 1,5 Millionen Menschen jährlich besucht wird.
Folgen Sie als Leser des Buches »Alcatraz – Ein Synonym für Abschreckung«, das bereits in der zweiten Auflage erschienen ist, der bewegten Geschichte dieser Insel von seiner Entdeckung durch die Spanier bis zum heutigen Tag. Wundern Sie sich über den Schauer, der Ihnen über den Rücken läuft, wenn Sie die harten Haftbedingungen des früheren Bundesgefängnisses lesen, das seinerzeit als Antwort auf die Beherrschung ganzer Städte, wie Chicago, durch die organisierte Kriminalität eingerichtet wurde. Sie erfahren vieles über das Leben berühmter Insassen, die jeder zu kennen glaubt, deren Schicksale dennoch vielen unbekannt sind. Wie kamen Al Capone, Robert Stroud, »Machine Gun« Kelly, der Kidnapper Alvin Karpis auf die Bahn des Verbrechens, und wie gelang es, sie zu stellen? Ein ganz besonderes spannendes Kapitel ist dasjenige über Fluchtversuche von Alcatraz, galt das Gefängnis doch als absolut ausbruchssicher. Der bekannteste Fluchtversuch wurde mit Clint Eastwood als »Flucht von Alcatraz« verfilmt. Faszinierend ist auch, dass der Leser im Bilderteil des Buches den Schwerverbrechern praktisch ins Gesicht sehen kann, ihre Zellen »bewundern« und den heutigen Zustand der Insel erkennen kann. Insgesamt ein spannendes Buch über ein Thema, das jeder kennt, über das es aber nur diese deutschsprachige Darstellung gibt.
Alcatraz – Ein Synonym für Abschreckung« ist 2009 in der 2. Aufl. bei Königshausen & Neumann, Würzburg, erschienen (ISBN 978-3-8260-4185-3). |